Yoga ?

Acro Yoga, Ashtanga Yoga, Bikram Yoga, Luna Yoga, Power Yoga, Satyananda Yoga, Sivananda Yoga, Vini Yoga, Vinyasa Flow…

und

Hahta Yoga, Bhakti Yoga, Raja Yoga, Karma Yoga, Jana Yoga …

Wer blickt da noch durch?

Im ersteren Fall handelt es sich um verschiedene Yogatraditionen bzw. Yogastile, Yogarichtungen.

Im zweiten um verschiedene Yogawege, die in den meisten traditionellen Yogarichtungen nebeneinander vorhanden sind.


Hatha-Yoga und andere Yoga-Wege

„Ha“ steht für die Sonne und „Tha“ für den Mond. Die Sonne symbolisiert die warme, kreative und physische Seite, der Mond die kalte, empfängliche und psychische Seite von uns. Ähnlich den Antagonisten unseres Nervensystems: Sympatikus und Parasympatikus.
Im Hatha-Yoga geht es darum ein Gleichgewicht zwischen beiden Polen zu herzustellen. Inhalte sind Asanas (Körperübungen), Pranayama (Atemübungen), Mudras & Bandhas („Haltungen“ u. „Verschlüsse“), Shatkarmas (Reinigungsübungen) und Meditation.

Andere Yogawege wie Karma Yoga (Yoga der Tat), Kundalini Yoga (Yoga der Energieerweckung), Bhakti Yoga (Yoga der Liebe und Hingabe), Raja Yoga (Yoga der Konzentration), Jnana Yoga (philosophisches Yoga), … bilden mit Hatha-Yoga das Gesamtsystem des Yoga.

Die meisten Yogastile, die heutzutage im Westen vorhanden sind, haben ihren Schwerpunkt beim Hahta-Yoga. Kein Wunder, ist uns doch unser Körpergefühl durch unsere moderne Lebensweise so abhanden gekommen, dass wir unseren Körper oft nur noch wahrnehmen, wenn er nicht so funktioniert wie wir das möchten und/oder schmerzt.


Was ist Yoga?

Je nachdem wen man fragt, wird man sehr unterschiedliche Antworten erhalten, z.B.:

  • Ein Gesundheitssystem für den ganzen Körper, das harmonisierend und ausgleichend wirkt und den Menschen gesünder macht.
  • Eine Praxis, die Ausgleich zwischen Körper und Geist herstellt.
  • Ein Weg der zu Harmonie in einem selbst und mit dem Universum führt.
  • Ein Verschmelzen des individuellen Bewusstseins mit dem kosmischen.
  • Ein effektive System um mit Streß besser umgehen zu können.
  • Ein Weg zu mehr Gelassenheit und Selbstbewußtsein.
  • Ein Weg nach innen zu gehen und sich selbst kennen zu lernen.
  • Techniken, die die Achtsamkeit gegenüber den emotionalen, geistigen und körperlichen Verhaltensmustern vertiefen, diese bewußt machen und nach und nach zu deren Auflösung verhelfen.
  • Eines der sechs indischen Philosophiesysteme (Yoga nach Patanjali)
  • Ein Weg der zur Freiheit führt.
  • Yoga ist ein Jahrtausende altes Übungssystem zur Harmonisierung von Körper, Geist und Psyche und zur Erweiterung des Bewusstseins.
  • Eine wunderbare Art fit zu werden und zu bleiben, Spaß zu haben, Entspannen zu lernen, die Gesundheit zu verbessern und Frieden in sich selbst zu finden.

Yoga als spititueller Weg?

Yoga ist ein religionsunabhängiges spirituelles Übungssystem.
Du brauchst jedoch nicht spirituell interessiert sein, um Yoga zu praktizieren und davon zu profitieren.

Im Yoga geht es nicht darum eine “Einheit“ des Individuums mit dem Leben, dem kosmischen Bewusstsein, mit Gott oder wie auch immer man es nenen möchte, zu erreichen, sondern zu realisieren, dass diese bereits vorhanden ist.

… yoga is not really union. It is in fact realization of the union already existing.

(Swami Satyananda)

Du mußt nirgendwo hingelangen. Du brauchst “nur” zu realisieren, dass du bereits “da” bist.
Diese Erkenntnis kann, insbesondere den Menschen in unserer Kultur, sehr viel Last von den Schultern nehmen. Man tut was man kann und damit ist es gut.